Kreuzfahrt Ostsee, Tag 7, St. Petersburg – Katharinenpalast

Was waren wir gespannt darauf, endlich St. Petersburg kennenzulernen.
Nicht dass uns die bisher angelaufenen Städte nicht gefallen hätten, aber auf St. Petersburg freuten wir uns ganz besonders.

Um es kurz zu machen: Wir wurden nicht enttäuscht.

Im Vorfeld haben wir uns überlegt, was wir in den beiden Tage machen würden, denn der Aufenthalt in St. Petersburg sollte, im Gegensatz zu den anderen Häfen dieser Kreuzfahrt, zwei volle Tage dauern.
Wenn man die Stadt und deren Sehenswürdigkeiten auf eigene Faust erkunden möchte, braucht man ein Visum, welches pro Person 65 € kostet.
Bucht man jedoch einen organisierten Ausflug (z. B. über Tui Cruises), dann fallen die Visagebühren nicht extra an.

Nach Recherchen im Internet fanden wir dann den lokalen Anbieter Petersburg-hautnah.
Man kann sich dort individuelle Touren nach eigenen Bedürfnissen zusammenstellen.

Der Veranstalter schickte uns schon kurz nach der Buchung die Visa per E-Mail zu.
Am Morgen der Ankunft war dann um 9:00 Uhr der Treffpunkt im Kreuzfahrtterminal nach der Passkontrolle vereinbart. Die Einreiseformalitäten erledigten wir mit einem leicht mulmigen Gefühl, denn ein Grenzübertritt nach Russland ist doch etwas anderes als die Einreise in ein EU-Land.
Es warteten mit uns schon etwa 30 andere Kreuzfahrtgäste darauf, dass die Erkundung in St. Petersburg beginnt. Die Aufteilung nach Gruppen war rasch erledigt und unsere Gruppe bestand neben uns noch aus zwei anderen Paaren, einer Reiseleiterin und einem Fahrer.
Nach einer kurzen Begrüßung bestiegen wir den klimatisierten Minibus und schon ging die Fahrt los zum Katharinenpark, der sich in Puschkin, etwa 25 Kilometer südlich von St. Petersburg befindet.

Er ist einer der fünf Landschaftsparks der Stadt und beherbergt den Großen Katharinenpalast. Diese war einst russische Zarenresidenz, wurde nach schwersten Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg möglichst originalgetreu wieder aufgebaut und enthält als besondere Attraktion die Rekonstruktion des Bernsteinzimmers.

Begrüßt wurden die Besucher von einer Blaskapelle.

Dank der reservierten Tickets mussten wir am Eingang des Katharinenpalasts nicht lange warten.

Betreten darf man die Räumlichkeiten nur mit Überschuhen, damit der empfindliche Parkettboden keinen Schaden nimmt.

Das Innere des Katharinenpalasts ist mit goldverzierten Ornamenten, zahlreichen Bildern und Kaminen ausgestattet.

Auch befindet sich eine Rekonstruktion des verschollenen Bernsteinzimmers im Palast. Im Katharinenpalast wurde ab 1976 an der Rekonstruktion des Bernsteinzimmers gearbeitet, die sich hauptsächlich auf Schwarz-Weiß-Fotos des Originals sowie auf das einzige vorhandene Farbfoto stützte.
Wahrlich beeindruckend, was da in jahrelanger Arbeit geschaffen wurde.

Wie man auf den folgenden Bildern erkennt, waren die Zerstörungen durch den zweiten Weltkrieg verherrend. Umso bemerkenswerter ist es, welche Mühen aufgewendet wurden, um den Palast in altem Glanz erstrahlen zu lassen.

Die Anlage besteht ja nicht nur aus dem Katharinenpalast, sondern auch aus zahlreichen Gebäuden, welche ebenfalls reich mit Gold verziert sind und aus einem weitläufigen Park bestehen.

Olga, unsere Reiseleiterin, erzählte uns, dass der Besuch einer Hochzeit in Russland üblicherweise vier Tage in Anspruch nimmt. Am Donnerstag reist man an, am Freitag ist die Trauung und erste Feierlichkeiten, am Samstag wird dann weitergefeiert und am Sonntag reist man wieder nach Hause.

Wir hatten Glück, wir waren an einem Freitag und Samstag in St. Petersburg. So sahen wir, auch im Katharinenpark, unzählige frisch vermählte Ehepaare, die sich dort fotografieren ließen.

So viele Eindrücke machen natürlich hungrig. So wurden wir in ein nahe gelegenes Restaurant geführt, wo wir einen echten russische Borschtsch zu uns nahmen.

Frisch gestärkt ging es weiter, der Peterhof war unser Ziel.

Mehr dazu im nächsten Blogbeitrag.

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