Alpe Adria Radweg, Tag 3

Tag 3 der Alpe Adria Radtour war bisher der anstrengenste, aber auch der schönste.

Los ging es in Bischofshofen um kurz nach 8 Uhr. Wir fuhren immer entlang der Salzach über St. Johann und Schwarzach.

Danach begann die erste heftige Steigung die uns hoch über das Tal führte, wo es dann an Bauernhöfen und Almwiesen weiterging. Wir radelten an einem Ausgleichsspeicherbecken vorbei. Das Becken unterstützt bei Niedrigwasser die Durchflussmenge des Wasserkraftwerkes Schwarzach. Bei uns war, für den Sommer typisch, das Becken fast leer.
Dies war bislang mit der schönste Abschnitt dieser Radtour, weil es ständig auf und ab ging und es immer wieder tolle Ausblicke zu genießen gab.

Auf einer sicher abgetrennten Fahrradspur mit Betonwand durchquerten wir den 1,5 Kilometer langen Klammtunnel (der Radweg war sehr gut von der Straße abgetrennt, aber der Lärm war höllisch).
Kurz danach machten wir eine ausgedehnte Pause im Gasthof Klammstein um die Energie von Mensch & Maschine wieder aufzuladen. Wir bestellten das Radlermenü, welches aus Kaspressknödelsuppe und einem Schinken-Käse-Sandwich mit Salat bestand.
Die Wirtsleute waren auch so nett, dass wir unsere Akkus (wie gesagt: von Mensch und Maschine) laden durften. Es war, wie sich später noch herausstellen sollte, auch bitter notwendig.

Es ging Kilometer um Kilometer langsam aber stetig höher und höher.
Der Hammer sollte aber noch auf uns warten.
Die letzten 3 Kilometer hinauf nach Badgastein sind berüchtigt. Dort waren noch einmal Passagen mit bis zu 18% Steigung zu bewältigen! Ohne die Auftankpause wäre uns mittendrin der Saft ausgegangen.

So aber gaben wir nochmal alles und erreichten schließlich müde, völlig verschwitzt aber zufrieden unser Hotel nach 55 Kilometern und 600 bewältigten Höhenmetern.
Man kann erahnen, dass Badgastein einmal ein mondäner Kurort gewesen sein musste. Heute trifft das jedenfalls nur noch in Ansätzen zu. Viele große Hotels stehen leer und warten darauf, wiederbelebt zu werden.
Beeindruckend ist aber auf jeden Fall der Wasserfall, der sich donnernd quer durch den alten Teil des Ortes seinen Weg bahnt.

Da wir aber das Zimmer im Hotel Lindenhof noch nicht beziehen konnten, fuhren wir halt nochmal hoch hinaus. Und zwar auf den 2251 m hohen Stubnerkogel. Nein, nicht mit unseren Rädern, sondern mit der Gondel.
Oben erwartete uns nicht nur eine fantastische Aussicht auf die Bergriesen wie Großglockner und Dachstein. Nein, auch die höchstgelegene Hängebrücke Europas galt es zu überqueren.

Insgesamt war es ein anstrengender, aber auch sehr erlebnisreicher Tag mit ganz vielen tollen Eindrücken.
Habe ich schon erwähnt, dass ich die Berge liebe…?

Das Hotel Lindenhof liegt gleich in der Nähe der Talstation der Stubnerkogelbahn und ein großer Spar-Supermarkt ist auch gegenüber.
Wir waren etwa um 14 Uhr am Hotel angekommen und erwarteten unser Zimmer beziehen zu können. Jedoch ist die Rezeption tagsüber nicht besetzt! Die Kommunikation erfolgt über eine Telefonnummer, unter der aber nur eine Bandansage zu hören ist. Als wir gegen 16 Uhr von dem Ausflug vom Stubnerkogel zurückkamen, konnten wir endlich jemanden persönlich am Telefon sprechen. Die Rezeption war jedoch immer noch nicht besetzt. Neben dem Eingang befindet sich eine Art Zimmersafe, der mit einem Code zu öffen war, der uns fernmündlich mitgeteilt wurde.
Positiv ist zu erwähnen, es gibt einen Skikeller, in dem wir unser E-Bikes nicht nur abstellen, sondern auch aufladen konnten.
Das Zimmer war geräumig und sauber, die Betten bequem und das Bad ausreichend groß. Jedoch war beim Frühstücksbuffet nur das Allernötigste vorhanden.
Würden wir noch einmal dort wohnen wollen? Ich glaube nicht.
Bezahlt haben wir inklusive Frühstück 82 €.

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